In fast allen Stellenanzeigen und Jobangeboten heißt es „m/w/d“ und viele fragen sich, was bedeutet diese Abkürzung und vor allem was heißt das neu hinzugekommene „/d“?
Beispiel für eine Stellenausschreibung:
Bei Anzeigen hat es sich aus Magazinen, Zeitschriften und Zeitungen etabliert, aus Kostengründen mit Abkürzungen zu arbeiten. Bis vor wenigen Jahren war bei Jobangeboten lediglich „m/w“ bzw. „w/m“ zu lesen, was für männlich oder weiblich steht.
Um aber den Vorgaben des Antidiskriminierungsgesetzes gerecht zu werden und Teile der Bevölkerung, die sich weder als männlich noch als weiblich ansehen, ist mit einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom Oktober 2017 nun auch eine dritte Geschlechtervariante aufzuführen.
Dabei hat sich d für divers (beschreibt: vielfältig, unterschiedlich, nicht männlich und nicht weiblich) im Alltag als praktikable Variante bewehrt und wird zum überwiegenden Teil bei Jobportalen, Bewerbungsunterlagen und Stellenanzeigen aufgeführt. Andere denkbare Möglichkeiten sind (Liste unvollständig):
- m/w/x – männlich/weiblich/nicht definiert
- m/w/a – männlich/weiblich/andere
- m/w/i – männlich/weiblich/intersexuell
- w/m/x – weiblich/männlich/nicht definiert
- w/m/a – weiblich/männlich/andere
- w/m/i – weiblich/männlich/intersexuell
Letzten Endes geht es lediglich darum, jemanden nicht aufgrund seines / ihres Geschlechts zu diskriminieren und nicht explizit eine Frau oder einen Mann oder jemanden diversen Geschlechts auszuschließen. Um dem Gleichbehandlungsgrundsatz nachzukommen wird in Stellenausschreibungen heutzutage beim Geschlecht „m/w/d“ angegeben. Andere Abkürzungen sind natürlich auch denkbar. Ebenso ein: „es ist egal welches Geschlecht unsere künftigen Mitarbeiter haben“.